G.O.D.’s “Blackbeard” in Hainburg, 14.01.2012

 

Jessy 15. Januar 2012

 

Am 14.01.2012 war es endlich so weit. Was zahlreiche Ahänger von G.O.D. schon lange und neugierig erwartet hatten, sollte am Samstag in Hainburg bei Hanau endlich stattfinden: Die Premiere des brandneuen Bühnenprogramms Blackbeard von Erfolgsautor und Mastermind Michael M Jung. sollte aus der Taufe gehoben werden. Mit Garden of Delight (die sich ganz ohne Blasphemie auch G.O.D. nennen dürfen) tourt der kreative Kopf schon seit 15 Jahren durch die Pubs und Clubs unserer Republik. Dabei hat es nie an innovativem Nachschub im künstlerischen Repertoire gefehlt. Nachdem bereits mit den Musicals “Finnegan und der Kobold” und  “Der Elfenprinz” bombastische Besucherzahlen erreicht werden konnten, wurde auch das neue voluminöse Programm “Blackbeard” mit Spannung erwartet. Bereits bei den regulären Shows konnten die Fans einen Eindruck von Thema und Stil der Show bekommen. Denn mit jeder Menge Schlagkraft wurde in diesen das weltbekannte und geniale musikalische Theme der “Pirates of the Caribbean”-Filme dargeboten.

 

Doch dass nicht nur Walt Disney Sagen von kämpferischen Piraten und mutigen Helden erzählen kann, wird mit Blackbeard bewiesen.

 

Vor der Veranstaltungsstätte, der Sporthalle in Hainburg, hatte sich um 19.00 Uhr bereits eine kleine Gruppe an Menschen angesammelt. Als sich gegen 19:15 Uhr dann mit einer kleinen Verspätung die Türen öffneten, hatte sich tatsächlich schon eine kleine Schlange gebildet, wie man sie sonst nur von größeren Veranstaltungen kennt. Wenn Blackbeard ruft, folgen die Fans von G.O.D dieser musikalischen Aufforderung anscheinend nur allzu gerne – und sie sollten nicht enttäuscht werden. Erzählt wurde “die Geschichte des kleinen schottischen Jungen William Kidd, der auszog der Welt das Fürchten zu lehren!”.

 

 

 

Tatsächlich muss in der Generalprobe dann einiges schief gelaufen sein, denn bei der Premiere waren für den Zuschauer keine Fehler oder Missgeschicke zu bemerken.

Die Handlung von Blackbeard wurde dem Publikum durch die markante Stimme eines Sprechers erzählt und auch wenn diese “nur” vom Band kam, erzielte sie mit ihrer vermeintlich vom Rum gefärbten Tönung genau die richtige mystisch-abenteuerlustige Stimmung. Doch was wäre eine richtige Piratengeschichte ohne treibende und mitreißende Shanties?! Und so wurden die wichtigsten Stationen in der Geschichte von William Kidd mit zahlreichen Songs zum Leben erweckt. In einer teilweise instrumentalen Reise wurde das Publikum auf die Meere diese Welt entführt, reiste gemeinsam mit dem “Country son” nach “Tortuga” oder wurde Zeuge des rasanten “Crossfire”. Der konsequent runde und bombastische Sound bei Blackbeard war während der etwa zweieinhalbstündigen Show ebenso gelungen, wie Kostüme und Requisiten. Fahnen wurden gekonnt von “Nachwuschpiraten” geschwungen und so mancher Dreispitz oder Papagei war auch beim ozeanischen Bühnenbild zu finden. Bei einer mehr als doppelt so starken Besetzung wie beim regulären G.O.D. Programm war sicherlich auch einiges an Logistik und Organisation zu stemmen, doch im Falle von Blackbeard hat es sich wahrlich gelohnt! Synchronität und Präzision hatten alle “Piraten” durch zahlreiche Proben im Blut und so verkündeten die Trommeln eindrucksvoll die Sagen rund um den nautischen Protagonisten. Songs wie “Dragonheart”, “Shadowman”  oder “Stay The Night” regten die Meute durchaus zum Tanzen an und auch düstere Kompositionen wie “The Fire In You” wussten zu überzeugen.

 

Wie man es schon von Michael M. Jung und seinen Kollegen kennt, gab es auch bei Blackbeard eine pralle Tracklist, die durchaus abendfüllend war. Dennoch gab es als “Bonbon” im Anschluss an die Premiere des neuen Programms noch eine Stunde “klassische” G.O.D.-Party. Mit allseits beliebten Gassenhauern wie “Lord of darkness”, “Carry on” oder “Devil inside” wurde die Stimmung nochmals ordentlich hochgekocht. Mit über 500 Zuschauern, die ausgelassen feierten kann man wohl definitiv von einer gelungenen Premiere sprechen und so wird Blackbeard hoffentlich noch in vielen anderen Häfen ankern!